Kaiser´s Reiselogbuch


Polen Rückreise

Das erste Hauptziel ist die "Kaminker Heide", der Nationalpark BIALOWIESKI, bekannt durch die frei lebenden Wisente im Park.
Das Salzbergwerk "Kopalnia Soli" in WIELICZKA in der Nähe von KRAKOW / KRAKAU und die Stadt WROCLAW / BRESLAU sind weitere Ziele auf der Heimreise.

Tourübersicht
Übersicht über die Strecke bis Polen Rückreise

(Bilder-Album am Seitenende)


56. Tag

Litauens einzigem Kurort soll der heutige Besuch gelten. DRUSKININKAI gibt sich sehr viel Mühe dem Anspruch gerecht zu werden und schafft es auch. Schon an den Zufahrtstraßen ist jeder Laternenmast mit zwei üppig blühenden Blumenampeln geschmückt. Große Hinweistafeln, zwei Informationsbüros und eine elektronische Touristinformation stehen zur Orientierung zur Verfügung. Ein ganz neuer Campingplatz bietet seine Dienste auch an.
Ob wir sie in Anspruch nehmen ist uns noch nicht klar. Zuerst erwerben wir eine Radwanderkarte denn der Ort rühmt sich auch dreier ausgeschilderter asphaltierter Radrouten, bisher eine Rarität. Noch schnell ins Internet geschaut und dann die Räder wieder startklar gemacht. 

Als wir starten sieht der Himmel recht bedrohlich aus, erste Windböen kündigen für heute Nachmittag Gewitter an.
Die Information mit den geteerten Radwegen trifft zu, es könnte ein erfolgreicher Radl-Nachmittag werden, doch Donnerschläge und ein aufziehender schwarzer Himmel lassen uns die Tour abkürzen. Gerade noch früh genug. Nach dem Verzurren der Räder sind wir gerade an der Tankstelle um Wasser und Diesel zu bunkern als das Wetter losbricht.

Unter diesen Umständen auf dem Campingplatz herumzusitzen verlockt uns nicht, also beschließen wir, jetzt sofort nach Polen aufzubrechen.

Nach wenigen Kilometern zucken blaue Blitzlichter vor dicken Rauchwolken auf der linken Seite. Ein Bauernhaus brennt, wahrscheinlich durch einen Blitzschlag verursacht.

Als wir die Grenze um 16:00 Uhr passieren regnet es nicht mehr. Kurze Zeit später planschen wir schon wieder in einem See direkt an der Straße. Das ist besser als jedes Deodorant..

Auf der Suche nach einem Nachtplatz fahre ich aufs Geradewohl in eine geteerte Seitenstraße ein, wenige hundert Meter weiter rollen wir durch ein Dorf an einem großen See. Es ist MOLOWISTE am SERVI-See und auf jedem dritten Seegrundstück ist ein privater Zeltplatz. Auf einem von ihnen bekommen wir zwischen vielen polnischen Campern noch einen Stellplatz direkt am Wasser.

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57. Tag

Der erste Blick in den Himmel zeigt ihn grau in grau, es ist aber nicht kalt. Nach einem Bad im See frühstücken wir sogar draußen. Während dessen reißt die Wolkendecke auf und erste blaue Lücken zeigen sich, durch welche die Sonne lugt. Daraufhin beschließen wir einen Tag länger hier zu bleiben.
Auf der Wiese nebenan verbringen zwei Hamburger Senioren-Ehepaare einen längeren Urlaub. Einer von ihnen, er fungierte gestern schon als Dolmetscher zwischen uns und der Besitzerin, versorgt uns mit weiteren Tipps und Tricks unter dem Motto „ günstig Urlaub machen in Polen“.
Auch diesen: „Ausschau halten nach Schildern mit folgender Aufschrift:

Pole Nametowo heißt Zeltplatz, i.d.R. auf Privatgrundstücken oder auf Bauernhöfen. Pole Biwakowo heißt Grill- und Biwakplatz, in staatlichen Wäldern oder Privat."

Es sind Plätze einfachster Art wie wir sie schon im Hinterland der baltischen Staaten angetroffen hatten, sie stehen in keiner Karte oder Verzeichnis.
Hier zahlen wir z. B. der Bäuerin für einen Wiesenplatz mit Müllentsorgung Frischwasser und Plumpsklo (ist ja gut, dass man seine eigene Toilette immer dabei hat)  10 Sloty (2,50 EUR).

Außerdem schwärmt er von Elblag / Elbing, dem dortigen Campingplatz und der Dampferfahrt auf dem Elblag-Kanal / Oberländer-Kanal. Er kann es kaum begreifen, dass wir daran vorbeigefahren sind ohne eine Kanalfahrt mitzumachen, auf diesem weltweit einmaligen wassertechnischen System der schiefen Ebene „wo die Schiffe auf Schienen über den Berg fahren.“

Das andere Paar ist gerade unterwegs in den umliegenden Wäldern um Blaubeeren zu pflücken, sie werden den ganzen Nachmittag mit Marmelade einkochen beschäftigt sein.

Am Nachmittag sitzen wir auf unseren Rädern um einmal um den See zu radeln. Auf der Teerstraße wäre es eine Strecke von 20 Kilometern. Wir kürzen durch den Wald ab, wobei etliche „Pole Biwakowo“ passiert werden und haben bei der Rückkehr 18,5 Kilometer auf dem Tacho.

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58. Tag

Wir trennen uns nur ungern vom See, doch das Wetter erleichtert es uns. Während ich mit dem Fahrrad ins Dorf fahre um Brot und Brötchen zu kaufen, regnet es sogar ein wenig.

Ab Augustow befahren wir die A8 / E67 und werden mit dem massiven LKW-Verkehr und der rücksichtslosen „Polen-Fahrweise“ konfrontiert. Wer den stärksten Motor oder das schnellste Auto hat, kann sich alles erlauben. Ich werde in einer Ortschaft, wo die üblichen 50 km/h auf 40 reduziert sind (ich fahre trotzdem fast 50) sogar von einem 40-Tonner zügig überholt. Die beobachteten Überholmanöver lassen einem die Haare zu Berge stehen. Nicht umsonst stehen an den Straßenrändern so viele blumengeschmückte Holzkreuze mit einem ewigen Lichtlein davor.

Keine 10 Kilometer später und 30 Fahrzeuge vor uns passiert es dann, ein PKW und ein Lastzug mit Anhänger stoßen zusammen. Beide Fahrzeuge schleudern über den Straßengraben auf die Böschung. Ein Teil der Ladefläche und der Anhänger blockieren die Straße. Nach einer halben Stunde hat ein Bergefahrzeug unsere Fahrspur freigeräumt. Als ich bei der Vorbeifahrt den PKW sehe, schätze ich die Überlebenschance des Fahrers nicht sehr hoch ein.

Wir sind froh in ZABLUDOW die Hauptstraße verlasen, und auf Nebenstraßen weiterfahren zu können.

Von den zwei Campingplätzen in BIALOWIEZA entscheiden wir uns für den besser ausgestatteten Platz Nr. 124, der etwas teurer, aber unserer Meinung nach den Mehrpreis wert ist. Er wird privat von einer einzigen Frau geführt, ist gepflegt, hat neue Sanitäranlagen und die sind sehr sauber.

Auf dem Platz stehen drei Mobile aus dem Saarland, die eine Baltikum-Umrundung gegen den Uhrzeigersinn fahren. Es werden eifrig Erfahrungen und Übernachtungs-Tipps ausgetauscht, eine Hand wäscht die andere.

Wir schwingen uns anschließend auf die Räder um eine erste Schnuppertour zu unternehmen. Es geht nach Staro Bialowieza, einem Flecken auf dem der Ort ursprünglich gegründet wurde. Besiedlungsspuren sind nicht mehr zu sehen, aber vielhundertjährige Eichen haben die Zeit hier überdauert. Die meisten werden bis ins 15. Jh. datiert, sie sind dreißig und mehr Meter hoch, haben einen Stammumfang von 3 bis 4 Metern und wiegen berechnete 300 bis 450 Tonnen.

Die Wegbeschaffenheit ist teils Teerdecke, Schotterpiste mit ausgeprägtem Waschbrettcharakter, Schotter mit ebener Oberfläche und dann reitet mich der Übermut, ich biege in einen Waldlehrpfad ein. Das hab ich nicht besser gewusst. Die aus dem Weg ragenden Wurzeln brachten unseren Drahteseln das Bockspringen bei, sodass wir uns wie auf dem Rodeo vorkamen. Bei Brigittes Kommentaren musste ich die Ohren dann auf Durchzug schalten. Damit sind wir aber nicht ausgelastet und weil die Sonne noch scheint, hängen wir gleich eine zweite Rundtour bis 19:00 Uhr an.

Anschließend koche ich und Brigitte wäscht Hemden und T-Shirts, die können morgen trocknen.

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59. Tag

Heute ist eine Radtour durch den BIALOWIESKI Nationalpark geplant. Der Himmel ist bewölkt mit einigen Aufheiterungen. Als es um 10:25 Uhr losgeht ist es unangenehm schwül. Wir hatten uns vorsorglich mit „Djungel-Olja“, einem skandinavischen Mückenschutzmittel, eingeschmiert, was unser Glück ist, denn die stechenden und beißenden Quälgeister der Wälder sind heute wie verrückt nach unserem Blut.

Die Waldwege sind geschottert und überwiegend gut zu befahren. Das hilft uns eine recht hohe Geschwindigkeit zu fahren, was es den Insekten schwer macht uns anzuknabbern. Bloß nicht stehen bleiben! So habe ich auf dieser Tour keine Fotos gemacht.

Unser Etappenziel, der Flecken TOPILO, wo sich Wolf und Wisent gute Nacht sagen, wird an einem windigen Seeufer zur Verschnaufpause genutzt. Anschließend kommt der zweite Teil der Spießrutenfahrt zwischen den blinden Fliegen, Bremsen und ihren Verwandten.

Auf einem schnurgeraden Wegstück tritt plötzlich ca. 100 Meter vor uns ein junger Hirsch von links auf den Weg, läuft uns einige Meter entgegen, stutzt, und verschwindet mit einem Satz nach rechts im Wald.

Nach 33 Kilometern erreichen wir die Teerstraße, wo es mit den Insekten nicht mehr so schlimm erscheint. Wir wollen gerade einen Gang zurückschalten, als das erste Donnergrollen uns wieder in die Pedalen treibt.

Völlig verschwitzt, aber noch vor dem Gewitter erreichen wir nach 43 Kilometern wieder unser rollendes Heim. Es reicht noch die Zeit für eine ausgiebige Dusche, dann duscht der Himmel die Natur.

Der restliche Tag ist verregnet, wir sitzen im WOMO vor einem Buch oder an diesem Bericht.

Gegen Abend hört es wieder auf, hat sich aber heftig abgekühlt.

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60. Tag (Mi. 20.07.05)

In der Nacht hat es noch ausgiebig geregnet, sodass die Sandalen, die vor der Windschutzscheibe trocknen sollten und dann vergessen wurden, kräftig gespült sind. Jetzt ist es trocken und bis wir gefrühstückt haben wird von dem kräftigen Wind das eine oder andere Wolkenloch aufgerissen..

Zuerst fahren wir über Nebenstraßen durch eine üppige Bauernlandschaft. Die Felder sind gut bestellt, die unterschiedlichsten Früchte sind angebaut – von Schwarzen Johannisbeeren bis zum Tabak – und die ersten Kornfelder werden schon gemäht bzw. gedroschen.

Später führt unser Weg über die A19, eine stark befahrene Hauptstraße mit viel Verkehr, auf der das Fahren Nerven kostet. In LUBLIN müssen wir Diesel auftanken und legen die weitere Strecke fest. Laut Karte gibt es hier in der Gegend keine Campingplätze. Wenn wir wieder Nebenstrecken durch Waldgebiet fahren, hoffen wir auf Schilder mit dem Hinweis auf „Bauerncamping“.

Es helfen aber die besten Tipps nichts, wenn absolut kein Pole Nametowo- Pole Biwakowo- oder Agro-Tourist-Schild auftauchen will. Um 19:00 Uhr hilft das altbewährte Mittel, ein Waldweg. Heute liegt er unweit des Örtchens MAJDAN.


61. Tag

Heute starten wir schon früh, denn es liegen über 200 Kilometer Strecke zwischen uns und dem Salzbergwerk WIELICZKA, das wir besichtigen wollen.

Das Salzbergwerk wird seit dem 13. Jh. betrieben und beschäftigte zu seiner Glanzzeit 4000 Bergleute unter Tage. Heute ist die Produktion auf unter 10 % zurückgegangen, dafür aber das Touristenaufkommen drastisch gestiegen. Im Jahr 2004 besuchten 860 000 Touristen, davon die Hälfte aus dem Ausland, die Sehenswürdigkeiten unter der Erde.

Das Besondere ist hier, dass die Bergleute nicht nur Salz abgebaut haben, sondern einig von ihnen haben wahre bildhauerische Kunstwerke aus dem Salz geschaffen. In den über 300 Kilometer langen Stollen, sind in ausgeräumten Salzstöcken 40 Kapellen entstanden. Eine Gebetstunde gehörte zu jeder Schicht unter Tage. Auf Sohle 101 Meter besichtigen wir die größte Kirche unter Tage. Sie ist tatsächlich so groß wie eine Kathedrale und jeden Sonntag um 8:00 Uhr findet in ihr eine Messe für Jedermann statt. Drei Bergleute haben in insgesamt 68 Jahren den Lebens- und Leidensweg Christi in den Salzwänden verewigt, sogar mit einer Nachbildung des Heiligen Abendmahls von Leonardo da Vinci.

Unser deutsch Führung beginnt um 16:00 Uhr und startet über 380 Treppenstufen abwärts auf Sohle 64 Meter. Über mehrere Stationen, wo Skulpturen die Arbeit unter Tage, Legenden, geschichtliche Ereignisse oder Heiligenfiguren darstellen, geht es über weitere 427 Stufen bis auf 135 Meter unter die Erde. Es stimmt, Brigitte hat sie gezählt. Nun darf man sich die Höhlen, Gänge und Figuren nicht in blendendem Weiß vorstellen. In Wieliczka haben die Salzstöcke einen Salzgehalt von 68 %, der Rest sind steinerne Verunreinigungen die dem Salz eine Anthrazit-Farbe verleihen, die es dem Fels ähneln lassen. Der Abbau geschah in kristalliner Form oder durch Lösung mit Wasser. Erst über Tage wurde das Salz mit Hilfe von Wasser gereinigt und in Salinen aufbereitet und das reine Kochsalz herausgesiedet.

Zum Glück mussten wir die 807 Stufen nicht wieder hinaufsteigen. Jeweils elf Personen wurden in einen zweistöckigen Förderkorb gequetscht und hinauf ging die Fahrt ans Tageslicht. An Spitzentagen im Juli und August werden auf diese Weise 8000 Besucher pro Tag zwei Stunden lang durch den drei Kilometre langen unterirdischen Parcours geschleust.

Über Nacht bleiben wir auf dem Parkplatz des Bergwerks mit fünf weiteren Reisemobilen.

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62. Tag

In der zweiten Nachthälfte hat es geregnet und wir fürchteten schon, dass die Stadtbesichtigung von KRAKOW / KRAKAU buchstäblich ins Wasser fallen würde. Doch als wir unter dem Burgberg, dem „Wawel“, auf dem Parkplatz das WOMO abstellen, fallen die letzten Tropfen für die kommenden zwei Stunden.

Krakau war im Mittelalter die Hauptstadt eines Fürstentums, Bischofssitz und seit dem 11. Jh. auch Hauptstadt Polens. Doch nach einem Großbrand im Jahre 1594, bei dem auch das Krakauer Schloss zerstört wurde, erhielt Warschau den Hauptstadttitel.

Wir gehen vom Fuß des Wawel am Weichselufer, über den sogenannten „Königsweg“, gesäumt von Stadtpalästen und Kirchen, zum Rynek, dem riesigen Marktplatz der Stadt. Das alles beherrschende Haus dort sind die „Tuchhallen“. Es wurde im 14. Jh. gebaut und war der Großhandelsplatz der Tuchhändler. In den folgenden Jahrhunderten mehrmals umgebaut und dem Zeitgeschmack angepasst, ist es heute mit seinen Spitzbogenarkaden der Blickfang im Zentrum des Platzes. Auf der Westseite steht noch der Turm des ehemaligen, inzwischen abgerissenen Rathauses. An der Ostecke des Rynek steht der Dom, die dreischiffige Basilika der Marienkirche. Der Innenraum ist für mein Empfinden in viel zu dunklen Tönen gehalten und wirkt daher düster, mit immens viel vergoldetem Schnitzwerk überladen.

Die Altstadt kann gut in zwei Stunden durchlaufen und umrundet werden. Sie hat noch einen trutzigen Charakter, nicht nur die teilweise erhaltene Stadtmauer sondern auch die Häuser haben dicke, sich nach unten verstärkende Mauern. Vor dem Florianstor im Norden der Altstadt, wird gerade ein wuchtiger alter Rundturm aus dem 15. Jh. restauriert, der zur Stadtbefestigung gehörte.

Das WOMO wird aus der Stadt gelenkt, Richtung KATOWICE, dem Ruhrgebiet Polens. Der Verkehr ist so dicht, dass er immer wieder zum Erliegen kommt. Zudem führen die überlasteten Straßen immer durch Ortschaften die ineinander übergehen. Wir wollen eigentlich aus Prinzip keine Bezahlautobahnen benutzen aber hier gebe ich es auf. Wir steuern die Autobahn an und kommen eine kurze Zeit lang gut voran, bis ein im Bau befindliches Teilstück das Chaos perfekt macht. Durch GLINICE wäre ich zu Fuß schneller gewesen. Die Anwohner tun mir wirklich Leid, mit diesem Dauerstau und Abgasgestank leben zu müssen. Als wir endlich die EU-Autobahn unter den Rädern haben ist es eine Wohltat für Fahrzeug und uns. Wir rollen dahin wie auf gebügeltem Asphalt, fragt sich nur wie lange das anhält, denn auf dem älteren Teilstück machte sich die schlechte Qualität schon wieder durch Längsrillen bemerkbar.

Die Reisemobilgruppe aus der Pfalz, mit denen wir in Bialowieza Informationen ausgetauscht hatten, erzählten uns von einem günstigen Standplatz in SCIBORZ auf dem Fregatta-Camp am Stausee OTMUCHOWSKIE. Den steuern wir jetzt an und finden noch ein Plätzchen in der ersten Reihe am Ufer beim Sportboothafen.

Von hier ist es nicht weit bis Märzdorf bei GRODKOW / GROTKAU, wo Brigittes Vater geboren wurde und bis Kriegsbeginn gelebt hatte. Das wird morgen unser erstes Ziel sein.

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63. Tag

Nach der Beschreibung von Opi versuchen wir, ausgehend vom Rathaus in Grodkow, das ehemalige Märzdorf zu finden. 

Das beschriebene Elternhaus von Opi ist inzwischen umgebaut und renoviert worden. Der gegenüberliegende Bauernhof seiner Großeltern mütterlicherseits liegt ohne erkennbares Leben im Zustand des Verfalls.

Nun steuern wir WROCLAW / BRESLAU an. Mit viel Glück findet sich ziemlich zentral ein kostenloser Parkplatz, er liegt unweit der ODRA / ODER. 

Der erste Weg führt uns zum Rathausplatz, dem Rynek. Ein riesiger Platz von 170 mal 200 Metern im Quadrat. In der Mitte erhebt sich das backsteinrote Rathaus mit seinem 66 Meter hohen Turm. Die prächtigen Fronten der Bürgerhäuser um den Rynek wurden nach dem 2. Weltkrieg wieder originalgetreu aufgebaut.

Nach dem Mittagessen in einem der Restaurants am Platz, gehen wir zur Universität Leopoldina. Gestiftet 1702 von Kaiser Leopold I. Ist es ein prächtiger Barockbau. Das Besondere ist allerdings die Aula Leopoldina. Sie ist mit barockem Stuck und Fresken überladen. Man kann sich kaum vorstellen, dass dieses ein Schulraum sein soll.

Der Stadtrundgang führt weiter zur „Brücke der Verliebten“ zur Sandinsel, Dombrücke und zur Kathedrale. Inzwischen hat es angefangen zu regnen, deshalb brechen wir den Rundgang ab und gehen zu unserem rollenden Heim zurück.

Am Spätnachmittag verlassen wir die Stadt in Richtung Tschechei. Es wird gebirgig. Eine wunderschöne Strecke führt bis auf einen Pass auf 888 Metern. Nach dem Grenzübergang führt die Strecke über HARACHOV und TANVALD wieder abwärts nach JABLONEC / GABLONZ. Hier haben wir uns zu einem privaten Besuch angesagt. 

Die Heimfahrt wird uns durch die Neuen Bundeländer führen.



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