Kaiser´s Reiselogbuch


Lettland

Hier besuchen wir das Kurische Haff. Über Litauens Hafenstadt KLAIPEDA / MEMEL erreichen wir den Nationalpark mit seinem berühmtestem Ort NIDA / NIDDEN.



Übersicht Gesamtstrecke 
Übersicht über die Strecke bis Lettland

(Bilder-Album am Seitenende)

23. Tag

Das herrliche Wetter von heute hätten wir gestern gebrauchen können. Bei Sonnenschein geht’s zurück zur Fähre nach Klaipeda und dann weiter zur Litauisch-Lettischen Grenze. Hinter den Vororten von Klaipeda wird die Besiedlung spärlich genauso wie der Straßenverkehr. Auf sehr guter Straße erreichen wir den Grenzübergang. Die Litauer behaupten die besten Straßen im Baltikum zu haben, bisher stimmt das auch.

In Lettland wird es jetzt ganz einsam. In der Straßenkarte eingezeichnete Orte entpuppen sich als verstreut liegende Häuser ohne Ortsschild oder erkennbarem Ortskern. Die unangenehme Eigenschaft der Balten, auf den Verkehrsschildern keine Kilometerangaben zu machen, lässt uns zeitweise zweifeln wo wir uns befinden. Weil alle abzweigenden Wege nur geschottert sind, haben wir abzweigende Straßen nicht als solche angesehen. Endlich erreichen wir einen Ort, der als solcher zu erkennen und auch etwas größer ist. Ohne Bank ist leider auch hier kein Geldwechsel möglich.

Weil wir schon weiter sind als gedacht, entscheiden wir nach LIEPAJA / LIBAU zu fahren, in der drittgrößten Stadt Lettlands wird es genügend Banken geben damit wir eine finden.

Am Ortsanfang steht eine Übersichtstafel auf der auch solche eingezeichnet sind, aber so weit kommen wir gar nicht.

Der Weg führt an einem Einkaufszentrum vorbei. Wir schauen hinein, um uns über das Preisniveau zu informieren und dann den Bargeldbedarf zu bestimmen. Die Lebensmittelpreise bewegen sich wie in Polen und Litauen schon, bei etwa 50% der deutschen, ausgenommen importierte Waren die etwa genau so viel kosten. Zum Beispiel Bananen, Südfrüchte, Weintrauben, Tomaten.

Backwaren sind wie in allen osteuropäischen Staaten extrem billig – wahrscheinlich immer noch subventioniert – und sogar Kuchen und Teilchen kosten nur ca. ein viertel unserer Preise. Ich habe in dieser Hinsicht auch schon reichlich gesündigt und entsprechend zugenommen.

Hier findet sich, wie praktisch, gleich ein Bankomat und der erste Einkauf kann stattfinden.

In der Touristinformation am Rosenplatz, dem Hauptplatz der Altstadt, wird deutsch gesprochen. Neben Campingplatzempfehlungen gibt es noch den Tipp, die Stadt vom Turm der Dreifaltigkeitskirche zu betrachten. Auch ein Internet-Cafe ist gleich um die Ecke.

Als das Billet für die Turmbesteigung bezahlt ist frage ich nach dem Aufgang, nein, nein wird uns bedeutet, wir werden begleitet! Der Küster, der gerade beim Abladen von Gerüstteilen hilft, zieht ein Bund mit gewaltigen Schlüsseln aus seiner Gesäßtasche und schließt nun beim Aufstieg Türen, Klappen und Luken auf. Außerdem schaltet er das Licht an und macht auf die verschiedenen Höhenbeschränkungen aufmerksam um nicht anzubautzen.

Von oben genießt man einen tollen Rundumblick, von der Ostsee über die Altstadt, den Handelshafen, den Handelskanal, hinter ihm die Neustadt und im Landesinneren den Libausee.

Einige Kilometer die Straße zurück Richtung Klaipeda, finden wir den Campingplatz „Verbelnieki“, hundert Meter hinter dem Ostseestrand. Hier stellen wir das WOMO ab.

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24. Tag

Der Tag verspricht schön zu werden also bleiben wir und erkunden die Umgegend mit dem Rad. So stellte ich mir das Baltikum vor, fast unbesiedelt, naturbelassen, einsame Strände. Das bedeutet aber auch, Schotter und sogar Sandwege, alte zum Teil verfallene Häuser und Gehöfte, keine Infrastruktur. Aber es regt sich auch etwas in dieser, aus dem Dornröschenschlaf erwachenden zukünftigen Touristenregion. Gepflegte Häuser, auf deren großen Grundstücken Ferienhäuschen oder -hütten aufgestellt wurden oder wo Zimmer zu vermieten sind und “Bed and Breakfast“ angeboten wird. Auch die Neureichen haben hier, wie schon anderswo, die Zeichen der Zeit erkannt, Grundstücke aufgekauft und wahre Prunkbauten hinstellen lassen. Ich denke, das wird noch mehr werden.

Nach 23 Kilometern über Stock und Stein, Geröll und Sand, Waldwege und Teerstraßen sind wir wieder zurück und für den Rest des Tages Gäste in unseren Liegestühlen.


25. Tag (15.06.05)

Ich dachte an Brigittes Geburtstag noch etwas hier zu faulenzen, aber sie hat Hummeln im Hintern und will weiter. Zumal der Himmel etwas milchig verschleiert ist, also zum Sonnenbad nicht so ideal.

Noch bevor wir den Motor anlassen kommt der erste telefonische Geburtstags-Glückwunsch, danach starten wir durch.

Die nächste Stadt ist VENTSPILS, Hauptstandort der Petrochemie, deshalb auch nicht auf unserem Besichtigungsplan. Vielleicht ein Fehler, denn es war vom optischen Eindruck die gepflegteste Stadt auf unserer Reise bisher. Die Petrodollars sind an jeder Straßenecke zu bemerken, breite Straßen mit nagelneuem Asphalt, neue Bürgersteige, gepflegte Rasenflächen auf denen etliche Gärtner herumwuseln, Blumenrabatten, an einer Böschung eine Blumenuhr in voller Blüte, jede zweite Straßenlaterne trägt in drei Metern Höhe eine Blumenampel, etliche der Plattenbauten in der Vorstadt hatten neuen Verputz und Farbe. Kurzum, echt proper, ein Besuch der City wäre sicher lohnenswert gewesen. Doch die richtige Straße zum Kap Kolka zu finden hatte jetzt schon Priorität und verdrängte obige Überlegungen.

Vor den Preis haben die Götter den Schweiß gesetzt – oder so ähnlich – um zum windreichen KOLKAS RAAS / KAP KOLKA zu gelangen, führt eine 50 Kilometer lange Schotterstraße durch den SLITERES Nationalpark in dem das Kap liegt. Hier treffen Ostsee und Rigaer Bucht zusammen. Entlang der nordwestlichen Küste erstreckt sich der Nationalpark der die ursprünglich gebliebene Küstennatur schützt, dazu gehören offenbar auch die Straßenverhältnisse von Anno Dunnemals.

Eine Staubwolke hinter uns herziehend rattern wir mit ca. 70 km/h über die Piste, als Brigitte auf die Karte deutet und meint: „Rechts in den Wäldern muss ein Radioteleskop stehen.“ Kurz darauf zeigt ein Wegweiser tatsächlich auf einen Betonplattenweg im Wald. Wir folgen ihm und sind kurz darauf in einer verlassenen russischen Militärstadt. Die Ruinen links und rechts sehen genau so aus wie die Geisterstadt Tschernobyl. Es ist direkt unheimlich durch diesen menschenleeren Ort zu fahren. Etwas später taucht der Spiegel des Teleskops über den Baumwipfeln auf. Es geht durch ein Rolltor, Arbeiter weisen uns den weiteren Weg, dann parken wir vor dem Eingang in den Techniktrakt. Die erscheinende Dame versteht uns nicht und holt einen englisch sprechenden Techniker oder Astronomen. Er bedauert sehr uns nicht durch die Anlage führen zu können, aber heute stehen Wartungsarbeiten an und das sei zu gefährlich, außerdem ist das Teleskop im Moment auf die Sonne ausgerichtet. Wir können uns aber gerne die Anlage von außen ansehen. Dann gibt er noch einige Daten mit auf den Weg: Das Radioteleskop Irbene – so heißt auch die ehemalige Stadt – arbeitet heute aus wissenschaftlichen Gründen weiter. Der Parabolspiegel ist der größte Nordeuropas und der achtgrößte der Welt. Sein Durchmesser beträgt 32 Meter. Nach einem Rundgang und zwei Fotos rollen wir weiter.

In einigen Küstendörfern, die auch nur über Schotter- oder Sandwege zu erreichen sind, leben noch die Nachkommen der „Liven“ eines alten finnisch-urgischen Volkes. Einmal jährlich im August findet ein Volkstreffen in dem Ort MAZIRBE statt, in dem auch ein Museum über ihre Kultur Auskunft geben soll. Als wir dort ankommen ist noch nicht August, deshalb auch kein Museum geöffnet, oder hat das andere Gründe? Egal, mich hätte nur interessiert wie die Menschen hier in der Weltabgeschiedenheit lebten und noch heute leben.

Das WOMO dick mit Staub bedeckt und trotz geschlossener Fenster auch innen grau gepudert, wird das Kap erreicht. Den nördlichsten Punkt Kurlands bewacht ein Leuchtturm, der sehr weit vor der Küste im Meer steht, ein Zeichen, dass es hier sehr flach ist. Ein Orkan im Januar hat zwischen den Kiefern am Kap sehr gewütet und es liegt noch viel Schwemmholz herum. Wir haben sonst von markanten Punkten Sand mitgenommen, diesmal ist es ein Stückchen angespültes Holz. Man kann sich einbilden seine Umrisse zeigen den NP und das Kap Kolka.

Auf der Weiterfahrt suchen unsere Augen ständig nach befahrbaren Waldwegen. Endlich finden wir einen der uns weit genug in den Wald hineinbringt um nicht mehr von der Straße gesehen zu werden. Hier bleiben wir heute Nacht.

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26. Tag

Nach ruhiger Nacht früh wach geworden und somit auch zeitig unterwegs. Die Straße führt küstennah an der Rigaer Bucht entlang. Links und rechts Wald, Wald und abermals Wald wobei der linksseitige Küstenwald wenige Meter bis mehrere hundert Meter breit ist.

In der Ortschaft Mersrags biege ich links in einen Weg ab in der Hoffnung, den in der Karte verzeichneten Leuchtturm zu finden. Neben vielen Ferienhäusern um nicht gleich Ferienvillen zu sagen, finden wir auch besagten Turm, können ihn aber nicht besteigen. Der Weg wird immer abenteuerlicher, besteht zeitweise nur noch aus zwei Sandfahrspuren. Neben alten Hofstellen immer wieder schöne neue Häuser unmittelbar an der Küste oder im Küstenwald gelegen. Nach einiger Zeit ist der Ort Kemeri erreicht, der dem KEMERI-NP seinen Namen verliehen hat. Der Nationalpark schützt ein flaches Territorium an der Ostseeküste bzw. der Rigaer Bucht und dem Hinterland und umfasst schwefelige Heilquellen, Flüsse, Seen, Wiesen, Dünen, Sümpfe und Moore.

Wir holen uns bei der Parkverwaltung, die in einer alten Kraftwerksruine haust, einen Plan des Nationalparks ab und lassen uns den Startpunkt des Bohlenweges durch den Kemeri-Sumpf zeigen.

Wir waren noch nie richtig in einem Moor gewesen, ich meine richtig abseits von allen Wegen. Hier wird die Gelegenheit geboten auf verlegten Bohlen, die das Gewicht auf eine größere Fläche verteilen, drei Kilometer ins Moor hinein zu gehen und es trockenen Fußes in Augenschein zu nehmen. Es muss mühevoll gewesen sein diese Streckenführung um die Wassertümpel und Moorlöcher auszukundschaften und den Steg anzulegen, dabei ist das ohne Eintritt zu besichtigen.

Schön ist zu beobachten wie das Torfmoos von allen Seiten in eine Wasserfläche hineinwächst, dann abstirbt und zu Boden sinkt, dabei die Oberfläche wieder frei macht für neues Moos. So wächst der See langsam zu und Sumpfpflanzen siedeln sich an. Später kommt Gras dazu und auf den Polstern wächst dann so eine Art Heidekraut. Auf Stellen die mehr als 10 Zentimeter über den Wasserspiegel angewachsen sind, siedeln sich schon Bäume an, allerdings sind sie klein und schwächlich. Ich war dennoch erstaunt über die vielen Bäumchen und Buschgruppen im Moor, ohne den Weg würde man sich sicher innerhalb kürzester Zeit verirren wenn man nicht vorher schon in so einem Sumpfloch verschwunden wäre.

Nach einer Stunde sind wir wohlbehalten zurück und etwas später auf dem Weg in die Hauptstadt Lettlands RIGA.

Das erste Mal auf dieser Reise führt eine perfekte Ausschilderung schon von der Zufahrtstraße bis zum neuen Stadtcamping hinter einer Mehrzweckhalle nur 25 Minuten Fußweg von der Altstadt entfernt. Es ist einfach eine Wiese, zwei Sanitärcontainer befinden sich darauf, Strom, Wasser, Waschmaschine und Entsorgungsmöglichkeit stehen zur Verfügung.

Am frühen Nachmittag starten wir den Stadtrundgang.

Riga braucht sich hinter anderen Metropolen wie Prag oder Budapest nicht verstecken. Sie hat zwar kein prunkvolles Schloss, denn das Schloss in Riga geht aus einer Ordensburg hervor aber Riga ist schön, gut gepflegt und hier ist Geld. Die Altstadt, am breiten Fluss Daugava gelegen, stammt zum Teil noch aus der Hanse- und Zünftezeit. Hinter dem ehemaligen Stadtwall und –graben, heute ein Grüngürtel und Park, bauten in den letzten Jahrzehnten des 19. Jh. reiche Kaufmannsfamilien und Handelsgesellschaften prächtige Jugendstilhäuser in der so genannten Neustadt. Über 600 davon sind in mehr oder weniger gutem Zustand noch erhalten. Die Häuser mit den exklusivsten Fassaden wurden inzwischen von Banken aufgekauft, restauriert und man präsentiert damit. Andere werden von Immobiliengesellschaften restauriert und zu Luxuswohnungen ausgebaut. Die Klientel? Die vielen Botschaftsangehörigen der hier residierenden Botschaften sind dankbare Abnehmer. In manchen Straßen parken nur Karossen mit dem roten CD-Kennzeichen. Anders wäre der gewaltige Restaurierungsaufwand auch nicht zu bezahlen.

Um einen Überblick zu bekommen bringt uns ein Fahrstuhl auf die Aussichtsplattform in 72 Meter Höhe des insgesamt 123 Meter hohen Turmes der Petrikirche. Sie wurde im Krieg völlig zerstört und dient heute nicht mehr kirchlichen Zwecken sondern für Kunst- und Kulturausstellungen. Der ehemalige Holzturm wurde nach originalem Vorbild allerdings in Stahl wieder aufgebaut.

Heute ist ein schöner Sommertag mit wolkenlosem Himmel, entsprechend belebt ist die Stadt. Die Frauenwelt flaniert in Mode von gewählt bis gewagt, auf Stöckelschuhen für die man bei uns schon einen Waffenschein bräuchte. Wir kommen uns in den Wandersandalen irgendwie deplatziert vor. Brigitte meint aber; gut, dass sie schon ihren Kerl geangelt hat, jetzt braucht sie sich mit den Folterinstrumenten nicht mehr abplagen.

Die Männerwelt gibt an mit allem was einen Motor hat, vom bulligen Motorrad mit deaktiviertem Schalldämpfer über alle Nobelmarken der Autobranche bis zum sprichwörtlichen roten Ferrari. Auffallend sind die vielen Restaurationsbetriebe mit Mengen von Sitzplätzen im Freien unter Sonnenschirmen.

Inzwischen ist Büroschluss und die Plätze der Stadt sowie der Cafes und Schankbetriebe füllen sich mit jungem und nicht mehr ganz jungem Volk, so wie wir. Nach einem süffigen Bier bei Live-Music treten wir den Heimweg an.

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27. Tag

An so einem Tag wie heute sollte man erst gar nicht aufstehen. Er fing gleich miserabel an, verschlafen, unter der Dusche verbrüht, als wir die Stadt verlasen wollen gründlich verfahren. Nach ADAC-Karte laufen die Autobahnen in Riga zusammen, sind also durchgängig befahrbar. Nachdem uns die Beschilderung nach Tallin auf die Autobahn nach Süden bringt und das mit der Karte überhaupt nicht übereinstimmt, drehen wir, um nach Karte die Autobahn durch die Stadt zu nehmen. Das Problem ist nur, es gibt keine durchgehende Autobahn sie hören alle irgendwann auf und wir finden uns für über eine Stunde im dicksten Verkehrsgewühl bei „Stopp and Go“ wieder. Zu allem Überfluss sind im Stadtbereich keine Richtungsschilder mehr. Nach eineinhalb Stunden haben wir es geschafft und ich bin geschafft, die Nerven liegen blank, das Hemd ist durchgeschwitzt. Jetzt wissen wir in etwa wie groß Riga ist.

Auf der Weiterfahrt nach Norden an der Rigaer-Bucht entlang, wird ab und an eine Strandzufahrt getestet. Die Strände sind nicht mehr so feinsandig sondern sehr mit Kieseln und Findlingen durchsetzt. Die Campingplätze entsprechen jetzt dem Tundra - und Taigakomfort, es ist sehr angenehm eine eigene Toilette an Bord zu haben. Von anderen Campern die von Estland zurückkommen hören wir, dass Plumpsklo in Bretterverschlägen von nun an Standard sein wird. Es soll nur noch 12 Plätze mit westlichem Komfort geben. Na egal, darauf sind wir ja eingerichtet. Bei der Anmeldung werden wir auf eine große Open-Air-Party am Samstagabend auf dem Platz aufmerksam gemacht. Oh nein danke, wir ziehen weiter und landen auf dem Zeltplatz „Vejavas“, mehr einem privaten Parkplatz. Es gibt Wasser und Plumpsklo. Auf letztere Verzichten wir großzügig. Duschen, Sauna und mehr Komfort gibt es in den ebenfalls mietbaren Ferienhäusern. Dafür stehen wir nah am Strand alleine vor einer Tisch/Bank-Kombination mit eigener Feuerstelle. Einige Jugendliche zelten auf einer Wiese in der Nähe. Die Stellplatzgebühr ist niedrig, 3 Ls entspricht 4,50 EU.

Wo das Fahrzeug steht, haben im Januar-Orkan die Wellen noch 1,5 Meter hoch hereingedrückt, was am Schwemmsaum gut abzulesen ist. Daraus sammle ich Holz und heute wird zum ersten Mal ein Lagerfeuer entzündet und gekokelt. Der Rauch vertreibt nicht nur die nordische Plage, die Mücken, sondern uns auch die Tränen in die Augen. Trotzdem bleiben wir bis zum Sonnenuntergang sitzen und lassen uns einräuchern.

28. Tag

Nach ein paar Regentropfen in der Nacht, ist heute wieder ein herrlicher Tag mit bis zu 25 Grad und wir entscheiden hier zu bleiben.

Am Spätnachmittag schiebt sich ein großes WOMO durch den Waldweg und stellt sich etwas entfernt von uns auf den Platz. Das Nummernschild verrät, es ist aus Miltenberg am Main. Ein reiselustiges Ehepaar steigt aus und bald toben auch ihre zwei Dalmatiner um uns herum.

Am Abend zündeln wir wieder und sitzen mit Duënsing´s am Feuer und erzählen bis nach Mitternacht.

29. Tag

Auch der heutige Tag spielt sich wieder genauso ab wie der gestrige, faulenzen, das Wetter genießen und abends wieder Lagerfeueranekdoten bis die kalten Nebel uns trotz Lagerfeuer in die Betten treibt.


Morgen verlassen wir Lettland, es geht weiter mit „Estland“.

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