Kaiser´s Reiselogbuch


Lettland Rückreise

Dieser Abschnitt der Reise führt in die Vergangenheit. Hier hat sich seit Jahrzehnten nicht viel verändert. Die Region leidet unter der Abwanderung junger Leute.

Wer noch weitgehend unberührte Natur und nette Menschen erleben will ist hier richtig.



Übersicht Gesamtstrecke 
Übersicht über die Strecke bis Lettland Rückreise


(Bilder-Album am Seitenende)


46. Tag (06.07.05)

Heute Morgen haben wir die Ruhe gepachtet. Nach einem späten Frühstück wird der Chemie-Toiletten-Tank entleert, dann das WOMO so gut es geht entstaubt und ausgewischt, es gibt nichts was nicht staubbedeckt ist. Nach dem abschließenden Duschen wird in der Stadt das letzte estnische Geld in den Supermarkt und die Tankstelle getragen und dann rollen wir fast mutterseelenallein Richtung Grenze.

Um 13:17 Uhr sind wir wieder in Lettland.

In der Stadt ALÜKSNE suchen wir die Touristinformation auf. Wir studieren gerade die Regionalkarte außen am Haus, da spricht uns jemand auf deutsch an und fragt ob er helfen kann.

Er ist 54 Jahre alt, stammt aus der Nähe von Kassel und lebt hier bei der Familie seiner Lebenspartnerin. Als zivilbediensteter Koch bei der Bundeswehr wurde er arbeitslos als sein Standort geschlossen wurde. Gerade ist er auf dem Weg zur lettischen Armeeverwaltung um sich als Koch zu bewerben. Er erzählt uns einiges über den Landkreis, die wenigen touristisch interessanten Punkte (außer viel Natur pur), die soziale und wirtschaftliche Situation hier im nordöstlichen Lettland.

Hier herrscht 70% Arbeitslosigkeit. Bisher hat er auch noch keine bezahlte Stelle gefunden, hofft aber, dass es jetzt klappt. Drei Familien mit insgesamt zehn Menschen leben auf der Hofstelle des Schwiegervaters.
Wirtschaftlich wird zusammengeschmissen und zusammengehalten. Der Schwiegervater hat 18 ha. Wald, sodass für die Heizung gesorgt ist, denn die Energiepreise seien in den letzten beiden Jahren explodiert. Alle sind Selbstversorger mit Garten, Schweinen, der Hof hat eine Kuh, es wird mit den Nachbarn getauscht. Einer hat ein Gewächshaus, ein anderer ein Kartoffelfeld, so kungelt man sich mit wenig Geld durchs Leben. Denn Geld ist rar.
Sein Schwager ist Bauingenieur und war bis vor kurzer Zeit bei der Stadtverwaltung angestellt mit einem Monatseinkommen von 100 LS ≈ 150 EUR. Jetzt arbeitet er bei einer privaten Baufirma, bekommt auch nur 110 LS hat aber den Dienstwagen und das Handy frei. Die Frau verdient 80 LS, das ist alles nicht viel, aber er meint man käme über die Runden. Er muss zu seinem Vorstellungsgespräch und wir verabschieden uns.

Wir wollen uns nun etwas in der Stadt umschauen und beginnen beim städtischen Badestrand am See, der hier zu jedem Ort gehört wie der Kirchturm.
Das Fahrzeug ist kaum auf dem Parkplatz abgestellt, zerreißt der erste Donnerschlag die Luft und dicke Tropfen klatschen auf den Weg. Wir warten bis der Regen aufhört und spazieren über eine Holzbohlenbrücke auf eine Insel im See, die eine Freilichtbühne in der Ruine einer Ritterburg beherbergt. Es droht aber weiterhin aus dunklen Wolken und wir brechen den Rundgang ab.

Nach den Unterlagen die wir in der Touristinformation erhalten haben, soll es am südlichen Ufer des Sees ein Biotop geben, das von Wildpferden besiedelt ist. Wir finden an der Hauptstraße ein Hinweisschild auf die Ruine eines, bei dem Biotop liegendem, ehemaligen Gutshofes. Die Ruinen finden wir, aber das ist auch alles.

Mit diesem Problem schlagen wir uns hier ständig herum, In der Information bekommen wir schöne Übersichtskarten mit eingetragenen, touristisch interessanten Punkten, aber in der Wirklichkeit finden wir keine Schilder oder können die geschriebenen Schilder nicht interpretieren weil sie in ohne Piktogramme sind.
In 90 % der Fälle gibt es aber gar keine Schilder und es zweigen nur Schotterwege links und recht ab und wir können nicht erkennen wohin sie führen, auf eine Hofstelle, eine Weide, zu einem Holzplatz im Wald oder zu einem Wanderparkplatz oder Biotop mit Wildpferden.

Auch hier brechen wir die Suche ergebnislos ab.

Der nächste Anlauf gilt einem alten Jagdschlösschen und einer Wassermühle in JAUNANNA. Hier wieder das Gleiche, an der geteerten Hauptstraße steht ein Hinweisschild auf das Schlösschen, sogar mit Piktogramm für Historische Gebäude. Als wir über Schotterstraßen den Ort Jaunanna erreichen gibt es keine weiteren Hinweise. Wir können uns aussuchen welchen Abzweig wir nun austesten wollen, denn fragen bringt uns gar nichts. Wir können uns nicht verständlich machen.
Inzwischen sticht die Sonne wieder unangenehm und es ist schwül. Ich habe keine Lust mehr weiter zu fahren und weil es in dem Ort auch einen Picknickplatz geben soll, suchen wir jetzt nach diesem. Auf der Suche geraten wir auf einen Forstweg der kilometerweit schnurgerade wie eine Feuerschutzschneise durch den Wald führt. Es gibt keine Möglichkeit zu wenden und als nach einiger Zeit links eine Fahrspur abzweigt und nach 30 Metern im Gebüsch endet, fahre ich rückwärts hinein. Das ist unser heutiger Nachtplatz.

Später, ziehen noch ein Traktor mit Anhänger, ein Holztransporter und einige kräftige Gewitterschauer bei uns vorbei. Danach klart der Himmel wieder auf und wir haben eine ruhige Nacht.

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47. Tag

Ein wolkenloser Himmel begrüßt uns. Nachdem die geteerte Hauptstraße erreicht ist, steuern wir BALVI an. Die Stadt ist eine einzige Baustelle und wir sind froh die richtige Umleitung und Stadtausfahrt gefunden zu haben wir wollen nämlich erst ostwärts und dann an der russischen Grenze nach Süden.

Vier Kilometer hinter VILAKA hört auch auf der Hauptstraße der Teerbelag auf und die Staubschluckerei beginnt wieder, denn die Niederschläge von gestern Nachmittag sind längst wieder weggetrocknet.

Anders als in Estland sind die landwirtschaftlichen Flächen hier nicht so groß – von einigen Ausnahmen abgesehen – und es ist zu erkennen, dass die Menschen hier noch von dem was sie auf ihrem Land erwirtschaften leben müssen. Die Häuser sind uralt und fast ausschließlich in Blockhausbauweise errichtet. Die Ausnahme bilden nur jene Gebäude die in der Sowjetzeit errichtet wurden, doch sie sehen oft noch verfallener aus.

Traktoren sind ganz selten, Autos sind selten, Fahrradfahrer schon häufiger und Pferdefuhrwerke oft zu sehen. Standen bisher Autos in den Ortschaften vor der Post oder dem Kaufladen, sind es hier genau so viele Pferdewagen. Hier ist gerade Heu-Zeit und auf so manchem Feld wird noch mit der Sense geschnitten und dem Rechen gewendet. Auf anderen Wiesen wird das Heu schon auf hölzernen Gestellen zu Hocken aufgeschichtet.

Rechts erscheint ein Schild mit dem Hinweis auf ein ethnografisches Museum in 3.8 Kilometern. Wir versuchen es ein weiteres Mal und haben nun Erfolg. Eine Fahrspur führt uns in die „Pampa“, hier würde man nie ein Museum vermuten aber es gibt Schilder und die sind eindeutig. Das Museum, eine alter Holzbau im Wald hinter einer Hofstelle, ist zwar abgeschlossen, aber Schilder weisen drei Wanderwege aus. Wir gehen sie alle. Ein 500 Meter langer führt zu einer Art Kapelle in einem engen Taleinschnitt, die bis zum Turmdach verschüttet ist. Unter Erdbodenhöhe hängt eine Glocke darin, ein Seil führt nach oben und damit kann man die Glocke läuten.

Der zweite ist 1300 Meter lang und ein kombinierter Waldlehrpfad und Skulpturenweg. Wir kommen vorbei an verschiedenen Holzfiguren: Drachen, Eidechse, Katze, Hund und Nashornkäfer.

Der dritte führt zwei Kilometer durch unberührten Wald. Es geht hügelauf und hügelab durch die verschiedenen Vegetationsformen, vom Kiefernnadel-Waldboden über Walderdbeerteppiche in Farnwedel-Dschungel, durch Brennnessel und schulterhohe Beerensträucher. Manches Mal hätten wir eine Machete gebrauchen können. Er war aber mit erfreulich vielen Wegweisern ausgeschildert, sodass wir uns nicht verlaufen haben.

Im nächsten Ort mit einem „Kafenjan“, wir würden Gasthaus sagen, wo man Essen und Getränke bekommt, kehren wir ein.

Hier lernen wir eine recht osteuropäische Art der Bewirtung kennen. Man betritt das Lokal, geht an den Tresen, dort liegt eine Speise- und eine Getränkekarte aus. Nach Auswahl des Menüs wird die sofort erstellte Rechnung bezahlt und ein freier Tisch gesucht. Es wird anschließend serviert.

Wir hatten allerdings schon mit der Bestellung unsere Schwierigkeit. Die Karten waren für uns unverständlich und sprachlich waren wir so weit voneinander entfernt wie Deutschland und Lettland. Es lief dann so ab: Souup?, ah ja, Suppe – da ist ja doch ein gemeinsamer Sprachschatz – dann folgt ein Redeschwall, wir zucken mit den Schultern, verlegenes Lächeln auf beiden Seiten, ich bedeute ihr sie soll schreiben. Nun zuckt sie die Achseln und schreibt etwas hin. Ein Weg ist gefunden. Salat? Ja. Sie schreibt. Jetzt das Hauptgericht, das einzige was wir lesen können ist „Kotelet“ also bestellen wir. Sie schüttelt den Kopf, offensichtlich nicht vorrätig, na dann soll sie doch auswählen. Bei den Getränken ist es einfacher, alle Säfte werden vor uns auf die Theke gestellt und wir zeigen auf den Apfelsaft.

Die Wartezeit bis zum Servieren ist ähnlich wie vor dem Heiligabend, wir sind gespannt was es gibt. Erst kommt eine Soljanka, eine kalte Rote Beete-Suppe. Anschließend wird ein Käsesalat mit viel Knoblauch, etwas Gurke, Paprika und mit einer Haube Saure Sahne serviert. Das Hauptgericht entpuppt sich als zwei mittelgroße Schnitzel mit Kartoffelpüree und Garnitur. Besser hätten wir es auch nicht aussuchen können.

Vor LUDZA hat die Straße wieder eine Teerdecke. Der Ort wirbt mit fünf Seen, einer Katholischen Kathedrale, einer Orthodoxen Kirche und einem Museum, dem vier Häuser und eine Mühle als Freilichtmuseum angegliedert sind.

Wir schauen uns die Kathedrale an, dann fragen wir in der Information wie wir zum Museum kommen und ob es einen Campingplatz in der Nähe gibt. Drei Männer die sich gerade in der Information aufhalten bieten an, vor uns her zu fahren und uns zu einem Bade- und Zeltplatz in der Nähe zu bringen. Nach 9,5 Kilometern sind wir am Ziel. Wir hätten den Platz wieder nicht gefunden. Er gefällt uns, wir bleiben hier am Nordufer des CIRMA- Sees.

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48. Tag

Nachdem wir ein erfrischendes Bad im See genommen haben, wird in der Sonne gefrühstückt. Anschließend fahren wir in den Ort LUDZA um das Museum zu besuchen. Die Häuser des Freilichtmuseums sind geschlossen, überall wird geputzt, geharkt und Unkraut gejätet. Wir werden sehr herzlich und mühsam in Deutsch für morgen um 14:00 Uhr ins Museum eingeladen, dann gäbe es ein Fest mit Musik, Folklore und Handwerkervorführungen. Wir wollen es uns überlegen.
Das Heimatmuseum ist geöffnet und wir gehen hinein. Es ist nicht so interessant, dass man es gesehen haben müsste.

Nach einem Rundgang durch die Ruinen auf dem Burgberg schlendern wir durch die Stadt. Die Armut schaut aus allen Ecken

Wir bleiben zum Essen in der Stadt und fahren danach wieder zum Standplatz am See hinaus. Es schließt sich ein Lesenachmittag an.


49. Tag

Der Vormittag wird mehr oder weniger verbummelt mit schwimmen, sonnen und reinigen der Fahrräder. Diese sind inzwischen so verstaubt, dass man sie mit der Kneifzange nicht mehr anfassen möchte, sie sehen aus wie paniert. Nachdem sie leidlich sauber sind, lassen wir sie als Platzhalter auf dem Stellplatz zurück als wir wieder zum Museum fahren.

Dort startet um 14:00Uhr das jährliche Heimat- und Trachtenfest mit Gesängen, Gedichten und einem Laienschauspiel in den ortsüblichen Trachten in der Kulisse des Freilichtmuseums.
Zusätzlich werden alte Handwerke und bäuerliche Fertigkeiten vorgeführt sowie handgefertigte Schmiede- Imker- Leder- Strick- Span- Flecht- und Töpferwaren angeboten.

Brigitte ist von einem Weidenkörbchen angetan und ein Paar Wollsocken nehmen wir auch noch mit.

Nach nur zwei Stunden ist das Fest beendet und die Zuschauer strömen wieder auseinander.

Dafür ist am See jetzt Hochbetrieb und wenn wir unseren Platz nicht reserviert hätten wären wir höchstwahrscheinlich gezwungen gewesen uns einen neuen zu suchen. Auf dem welligen Gelände ist es schwer einen waagerechten Platz zu finden.

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50. Tag (So. 10.07.05)

Heute soll wieder ein längerer Streckenabschnitt unter die Räder genommen werden. Zuerst nach REZEKNE, wobei wir von der Stadt nichts sehen, weil sie über eine weiträumig geführte Umgehungsstraße verfügt. Weiter geht es nach PREILI, wo gleich hinter dem Ortsschild die Hauptstraße wegen einem riesigen Markt gesperrt ist. Die Umgehung führt über Staubwege durch die Randgebiete der Stadt bis zum anderen Ende.
Die Innenstadt ist hoffnungslos zugeparkt und von hunderten von Verkaufsständen belegt. Es gibt nichts was es hier nicht zu kaufen gibt. Der Libori-Pottmarkt ist nichts dagegen. Wir halten uns auch hier nicht auf, es reicht was wir im Vorbeifahren sehen und sind froh das Chaos hinter uns zu haben.

Hier im Hinterland ist ziemlich viel Landwirtschaft und weil heute wieder schönes Wetter ist, wird ungeachtet des Sonntages geheut. Wir beobachten wieder wie ein Storch unmittelbar neben der Schleppharke herstolziert, in der Hoffnung, dass das weggeharkte Gras den einen oder anderen Leckerbissen freilegt.

Auch für uns wird es Zeit für einen Leckerbissen und in PREILI, einer verschlafenen Kleinstadt finden wir ein Restaurant, dass zwar nur eine lettische Speisekarte hat, dafür aber einen Kellner, der Deutsch spricht. Nach einer guten Empfehlung und dem leckeren Essen, laden wir ihn auf einen Drink ein und haben ein interessantes Gespräch mit ihm.

Er ist gelernter Koch und hat bei einem Wettbewerb in Riga einen der vorderen Plätze belegt. Daraufhin bekam er einen Arbeitsvertrag eines Münchener Restaurants angeboten, hat 18 Monate dort gearbeitet und nach seiner Aussage gutes Geld verdient. Vom Allgäu und den Bergen ist er ganz begeistert und kann gar nicht verstehen wie man im langweiligen Lettland Urlaub machen kann. Er ist sehr fußballbegeistert, sein Herz schlägt aber für den BVB und nicht für Bayern-München. Das tollste Erlebnis sei ein Spiel „FC-Bayern gegen Dortmund im Westfalenstadion mit 81 000 Zuschauern gewesen, das würde er nie vergessen.

Von seinem Onkel erbte er eine Hofstelle und übernahm die Imkerei. Mit dem EU-Beitritt und den Fördergeldern lohne sich jetzt auch die Investition in Grund und Boden. Seine gesamten Ersparnisse steckte er in den Ankauf von zwei weiteren Hofstellen – insgesamt besitzt er jetzt 60 ha. – legte einen Projektplan vor, der ihn verpflichtet jährlich 7500 Liter Honig an eine holländische Firma zu liefern und bekommt jetzt EU-Fördermittel von 150 EUR pro ha. Im Sommer hat er zwei Helfer eingestellt und er selbst geht sonntags noch kellnern.
Er hofft, dass mit den EU-Förderungen die Entvölkerung der ländlichen Regionen aufhört. Er hat kaum noch Freunde hier weil viele weggezogen sind. Wer Geld verdienen will, geht ins Ausland (vorwiegend Irland, Spanien, Portugal) oder nach Riga. Zurück bleiben nur alte Menschen, evtl. Frauen und Kinder und kaputte Typen die an der Flasche hängen und zu nichts nütze sind.

Wir sprechen noch über die politische Situation in Deutschland, er ist sehr informiert und fragt u.a. nach unserem Tipp für die Wahl im Herbst.

Bei der Weiterfahrt, an der Ortsgrenze von AGLONA, hören wir einen Doppelknall unter dem Auto. Auf der Straße hatten wir keinen Stein oder anderen Gegenstand gesehen. Ich halte an und nehme den Fahrzeugboden in Augenschein. Es tropft aus dem Entleerungsschlauch des Abwassertanks. Ein Gegenstand hat ihn getroffen und ein Loch hineingeschlagen. Kein Beinbruch, mit Gewebeband, der Hilfe in allen Notfällen, ist der Schaden schnell repariert.

Nachdem wir uns die riesige Kathedrale und Klosteranlage hinter dem Ort angeschaut haben rollen wir weiter zu dem heutigen Tagesziel, dem Ort KRASLAVA an dem Fluss DAUGAVE / DÜNA. Hier beginnt ein Nationalpark der sich im Daugave-Tal bis DAUGAVPILS / DÜNABURG erstreckt.

Einen auf dem Stadtplan ausgewiesenen Zeltplatz können wir wegen Straßenbauarbeiten nicht erreichen, deshalb suchen wir uns in der Flussaue des NP einen Nachtplatz. Der Zufall kommt uns zu Hilfe. Zwei Angler radeln vor uns über den Feldweg und wir folgen ihnen, denn ihr Ziel kann auch nur der Fluss sein.

An einem Sandweg, seitwärts unter Bäumen finden wir ein Plätzchen mit Blick über die Wiesen auf eine Flussschleife..

Dieser Feldweg muss zu vielen Wochenend-Domizilen führen, denn gegen Abend setzt ein erstaunlicher Autoverkehr Richtung Hauptstraße ein.


51. Tag

Der erste Weg führt uns zurück nach Kraslava zur Touristinformation. Wir wollen eine Kanutour auf der Daugave mit Rücktransfer buchen. Die Verständigungsschwierigkeiten sind groß aber schlussendlich wissen wir wohin wir sollen. Es ist ein Ferienhof mit Kanuverleih auf der anderen Flussseite. Unser Kommen wird telefonisch angekündigt.

Als wir auf das Anwesen „ARKADIJA“ rollen, werden wir schon von Marija, der Wirtin, erwartet. Eine Stunde später bringt uns ihr Mann ca. 10 Flusskilometer stromaufwärts und setzt mit uns das Kanu ein, für eine ca. zweieinhalbstündige Tour.

Wir lassen es ruhig angehen und uns vorwiegend von der Strömung des breiten Flusses durch eine fast unberührte Natur treiben. Auf einer kleinen Insel wird Mittagspause, und später auf einer größeren Insel eine Badepause eingelegt. Am späten Nachmittag erreichen wir wieder „Arkadija“.

Wir bleiben bis morgen hier. Für ein kleines Entgelt können wir hier stehen und die Dusche benutzen.


Morgen fahren wir wieder nach Litauen, deshalb bei „Litauen Rückreise“ weiterlesen.


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